Senioren – Notrufsysteme im Überblick 2025
Notrufsysteme für Senioren gehören zu den wichtigen Sicherheitslösungen im häuslichen und betreuten Umfeld. Sie ermöglichen eine schnelle Alarmierung, wenn eine betreuende Person oder ein Angehöriger erreicht werden muss. Eingesetzt werden unterschiedliche Gerätetypen, darunter Funk-Notrufknöpfe, tragbare SOS-Sender, Notrufarmbänder sowie Systeme mit Sturzerkennung, WiFi-Anbindung oder GPS-Ortung.
Der Markt bietet verschiedene Funktionsklassen, die sich in Reichweite, Signalstabilität, Wasserschutz, Bedienbarkeit und Art der Alarmübertragung unterscheiden. Klassische Funksysteme decken vor allem den Wohnbereich ab, während erweiterte Sets mit mehreren Empfängern oder höherer Reichweite größere Wohnsituationen unterstützen. Smarte Geräte mit App-Anbindung oder Mobilfunkmodul ermöglichen zudem eine standortunabhängige Alarmierung.
Für diesen Überblick wurden Modelle aus drei Bereichen ausgewählt: Basis-Funksysteme, erweiterte Mittelklasse-Sets und mobile Notrufarmbänder. Die Darstellung konzentriert sich auf technische Merkmale, Signalarten, Einsatzbereiche und Alltagstauglichkeit, ohne überflüssige Produktfülle und ohne subjektive Bewertung.
Dieser Beitrag ist Teil der Übersicht „Alltagshilfen für Senioren – verständliche Orientierung für Wohnung, Bad und Mobilität“, in der verschiedene Alltagshilfen thematisch eingeordnet und zusammengeführt werden.
Die Auswahl der Produkte erfolgt sorgfältig auf Grundlage öffentlich verfügbarer Herstellerangaben, technischer Daten und klar beschriebener Funktionseigenschaften. Einige Links können Partnerlinks sein und unterstützen diese Seite, ohne dass für Nutzer zusätzliche Kosten entstehen.
Mehr erfahren ›Worauf Sie bei Notrufsystemen wirklich achten sollten
Bei Notrufsystemen für Senioren stehen nicht technische Extras im Vordergrund, sondern Zuverlässigkeit, Reichweite, Bedienbarkeit und Alltagstauglichkeit. Ein funktionierendes Notrufsystem muss im Ernstfall sofort auslösen, ohne Verzögerung und ohne komplexe Abläufe. Entscheidend ist, dass die Verbindung stabil bleibt und das Signal dort ankommt, wo es benötigt wird.
Ein zentrales Kriterium ist die Reichweite und Signalstabilität. Herstellerangaben gelten grundsätzlich für offenes Gelände; innerhalb einer Wohnung reduzieren Wände, Decken oder größere Bauteile die Übertragung teils erheblich. Für größere Häuser oder weitläufige Wohnbereiche sind Systeme mit 150 bis 600 Metern Funkreichweite besser geeignet, um auch Nebenräume, Etagen oder Außenbereiche abzudecken.
Wenn zusätzlich eine unkomplizierte telefonische Erreichbarkeit notwendig ist, bieten Senioren-Handys und Senioren-Tablets eine ergänzende Möglichkeit, um im Alltag verlässlich Kontakt aufzunehmen.
Ebenso wichtig ist der Wasser- und Feuchtigkeitsschutz, da viele Notfälle im Bad, beim Händewaschen oder unter der Dusche auftreten. Ein praktikables System erfordert mindestens Spritzwasserschutz, besser höhere Schutzklassen wie IP55 bis IP68, damit der Sender im Alltag nicht abgelegt werden muss und auch im Nassbereich zuverlässig nutzbar bleibt.
Die Art der Alarmierung unterscheidet sich deutlich zwischen klassischen Funk-Notrufsets, WLAN-basierten App-Systemen und mobilen 4G-Notrufarmbändern mit GPS. Die Entscheidung hängt davon ab, ob der Alarm ausschließlich im Haus erfolgen soll, ob Angehörige unterwegs erreichbar sein müssen oder ob eine standortunabhängige Übertragung gewünscht ist. Je nach System erfolgen die Meldungen akustisch im Wohnraum, per Push-Nachricht oder über Mobilfunk.
Ein weiterer Punkt ist die Bedienbarkeit für Senioren. Der Notrufknopf sollte groß, klar erkennbar und leicht auslösbar sein. Für Personen mit eingeschränkter Handfunktion eignen sich oft Armbänder oder Halsbandsender, da sie besser erreichbar sind und nicht abgelegt werden müssen. Touch-Flächen sind für viele Nutzer schwieriger zu handhaben und erhöhen die Fehlbedienungsquote.
Für die Energieversorgung und Akkulaufzeit gilt eine regelmäßige Kontrolle als unverzichtbar. Geräte mit langer Laufzeit, eindeutigen LED-Warnhinweisen oder integrierten Batteriestandsmeldungen – bei smarten Systemen teilweise direkt über die App – sorgen dafür, dass der Sender jederzeit einsatzbereit bleibt.
Zudem stellt sich die Frage, ob das System mit oder ohne Abo betrieben werden soll. Geräte mit Anbindung an eine professionelle Notrufzentrale arbeiten rund um die Uhr und erfordern ein kostenpflichtiges Modell. Klassische Funksysteme und viele GPS-Armbänder kommen ohne monatliche Gebühren aus; die Alarmierung erfolgt dann vollständig durch Angehörige oder definierte Kontaktpersonen.
Klassische Funk-Notrufknöpfe (Basisgeräte)

CallToU Notrufknopf – Set mit 2 Sendern & 3 Empfängern (Funk, 500 ft Reichweite (153 m))
Der CallToU Notrufknopf gehört zu den klassischen Funk-Notrufsystemen für den häuslichen Einsatz. Das Set umfasst zwei wassergeschützte Sender und drei Steckdosen-Empfänger, die sich in verschiedenen Räumen platzieren lassen. Mit einer Funkreichweite von 153 m eignet sich das System für Wohnungen, Häuser oder mehrteilige Wohnbereiche. Die Empfänger arbeiten über Plug-and-Play, bieten 55 Klingeltöne und eine regelbare Lautstärke von 0–110 dB. Die Sender können als Halsband, Clip, Montageplatte oder Klebepad-Lösung getragen bzw. befestigt werden. Laut Hersteller besteht ein Schutz gegen Wasser und Staub, wodurch die Nutzung in Feuchträumen möglich bleibt.
Stärken
Das System kombiniert eine große Reichweite, mehrere Empfänger, eine variable Lautstärke, eine einfache Installation sowie eine robuste Bauweise. Dadurch bleibt der Notruf in verschiedenen Bereichen gut hörbar und schnell lokalisierbar.
Schwächen
Das System basiert vollständig auf klassischer Funktechnik, ohne App-Anbindung, GPS, Sturzerkennung oder mobile Nutzung. Der Einsatz ist daher klar auf den Wohnraum begrenzt.
Geeignet für
Gedacht ist das Set für Angehörige, die eine einfache, direkt auslösbare Notruffunktion im häuslichen Umfeld benötigen – besonders dann, wenn sich der Alltag über mehrere Räume verteilt und eine schnelle Erreichbarkeit relevant ist.
Praxis-Einordnung
Seine Stärken zeigt dieses System vor allem dort, wo sich Personen in unterschiedlichen Räumen aufhalten und die Pflege- oder Betreuungssituation nicht zentral stattfindet. Die Kombination aus zwei Sendern und drei Empfängern ermöglicht eine flächige Signalabdeckung in typischen Bereichen wie Schlafzimmer, Bad, Küche oder Wohnraum. Die feste Platzierung sorgt für stabile Signalwege, gut hörbare Alarmtöne und eine jederzeit erreichbare Auslösung – ohne Umstecken oder Umstellen. Damit eignet sich das Gerät als alltagstaugliche, barrierearme und eindeutig strukturierte Notruflösung für den häuslichen Einsatz.

CallToU Notrufknopf – Schwarzes Set mit 2 Sendern & 2 mobilen Empfängern
Der schwarze CallToU Notrufknopf richtet sich an Nutzer, die ein kompaktes, batteriebetriebenes und steckdosenunabhängiges Funksystem benötigen. Das Set umfasst zwei wassergeschützte Sender sowie zwei tragbare Batterie-Empfänger, die flexibel in der Wohnung, im Garten oder an Orten ohne Steckdose genutzt werden können. Mit einer Reichweite von 153 m eignet sich das System für kleine Wohnungen ebenso wie für größere Häuser.
Die Sender lassen sich per Halsband, Taschenclip, Montageplatte oder Klebepad befestigen und bleiben durch ihre kompakte Bauform unauffällig. Laut Hersteller entspricht der Wasserschutz IP55, sodass die Sender auch in Feuchträumen, beim Händewaschen oder bei Regen verwendet werden können.
Stärken
Dieses Modell bietet steckdosenunabhängige Nutzung durch mobile Empfänger, eine große Funkreichweite, die IP55-Wasserfestigkeit, flexible Befestigungsmöglichkeiten und eine alltagstaugliche Bauform. Dadurch bleibt der Notruf auch in wechselnden Aufenthaltsbereichen zuverlässig erreichbar.
Schwächen
Das System arbeitet ausschließlich mit klassischer Funktechnik, ohne App-Anbindung, GPS, Sturzerkennung oder Smartphone-Funktionen. Der Einsatzbereich bleibt damit auf Haus, Wohnung und den nahen Außenbereich begrenzt.
Geeignet für
Das Set eignet sich für Angehörige, die eine mobile, flexible und steckdosenunabhängige Lösung benötigen – gerade dann, wenn der Alltag zwischen mehreren Räumen, Etagen oder Innen-/Außenbereichen wechselt und der Notruf überall klar hörbar sein soll.
Praxis-Einordnung
Seine Stärke zeigt das System überall dort, wo Pflegepersonen oder Angehörige mobil im Haus oder Garten unterwegs sind, aber dennoch jederzeit erreichbar bleiben müssen. Die tragbaren Batterie-Empfänger stellen sicher, dass das Signal auch an Orten ohne Steckdose verfügbar bleibt, beispielsweise auf der Terrasse, im Hof, der Werkstatt oder in Nebenräumen. Die IP55-Wasserfestigkeit macht die Nutzung in feuchten Bereichen zusätzlich praxistauglich. Insgesamt entsteht eine flexible, unabhängige und alltagssichere Notruflösung, die sich gut an unterschiedliche Wohnsituationen anpasst.
Erweiterte Notrufsets (Mittelklasse)

Liotoin Notrufsystem – 2 IP68-Sender, tragbarer USB-Empfänger & 2 Plug-In-Empfänger
Das Liotoin Notrufsystem kombiniert zwei IP68-wasserdichte Sender, einen tragbaren USB-Empfänger und zwei Plug-In-Empfänger, die direkt an der Steckdose betrieben werden. Dadurch lässt sich das System sowohl stationär als auch mobil nutzen – ein Vorteil für Haushalte, in denen Angehörige oder Pflegepersonen sich auf mehreren Etagen, in verschiedenen Räumen oder im Außenbereich bewegen.
Mit einer Reichweite von 183 m kann das System Wohnungen, Häuser oder größere Gartenbereiche abdecken. Die Sender lassen sich am Halsband, in der Tasche, am Bett oder an festen Punkten im Haushalt befestigen. Der tragbare Empfänger bietet Vibration, LED-Signal und verschiedene Klingeltöne, während die Plug-In-Geräte mehrere Lautstärken und zusätzliche Tonvarianten bereitstellen.
Stärken
Zu den Stärken gehören die IP68-wasserdichten Sender, der tragbare Empfänger, die zwei stationären Einheiten, die 183-m-Reichweite, die variablen Signalmodi sowie die Möglichkeit, mehrere Räume und Etagen gleichzeitig zu erfassen. Dadurch eignet sich das Set besonders für Wohnsituationen, in denen sich der Alltag über verschiedene Aufenthaltsbereiche verteilt.
Schwächen
Das System basiert vollständig auf klassischer Funktechnik, ohne App-Anbindung, GPS, Sturzerkennung oder Smart-Home-Funktionen. Für manche Nutzer kann die Vielzahl an Signaloptionen komplexer wirken als bei einfachen Basislösungen.
Geeignet für
Geeignet ist dieses Set für Angehörige, Pflegepersonen und Haushalte, die eine kombinierte mobile und stationäre Notruflösung benötigen. Besonders sinnvoll ist es für ältere Menschen, Personen mit körperlichen Einschränkungen oder Haushalte mit mehreren Räumen und Etagen, in denen eine gut hörbare und jederzeit auslösbare Notrufmöglichkeit erforderlich ist.
Praxis-Einordnung
Seine praktischen Vorteile zeigt das System vor allem dort, wo Pflege- oder Alltagssituationen über mehrere Wohnbereiche verteilt sind – etwa zwischen Schlafzimmer, Bad, Wohnraum, Küche, Keller oder Außenflächen wie Terrasse oder Hof. Die Kombination aus tragbarem Empfänger und Plug-In-Einheiten schafft eine stabile Signalabdeckung im gesamten Haus. Die IP68-Sender sind besonders für Feuchtbereiche relevant, da gerade im Bad häufig Notfälle auftreten. Insgesamt entsteht eine reichweitenstarke, robuste und vielseitige Lösung für Haushalte, die mehrere feste und flexible Rufstellen gleichzeitig benötigen.

Liotoin Notrufsystem – 3 Sender, 2 Empfänger & 180-m-Funkreichweite
Das Liotoin Notrufsystem kombiniert drei Sender, darunter einen Touchscreen-Sender, mit zwei Empfängern, die flexibel im Haushalt platziert werden können. Es richtet sich an Situationen, in denen mehrere Räume, Pflegepersonen oder Angehörige gleichzeitig erreichbar sein müssen. Mit einer Reichweite von 180 m eignet sich das System für Wohnungen, Häuser, Hofbereiche oder angrenzende Gartenflächen.
Die Sender sind kompakt, leicht und können als Halskette, am Bett, im Bad oder per Klebepad befestigt werden. Die Bedienung erfolgt im Plug-and-Play-Modus, bei dem der Empfänger sofort den gewählten Signalton ausgibt. Laut Hersteller ist das tragbare Gerät wasserdicht, sodass es in feuchten Bereichen wie dem Waschraum oder beim Duschen getragen werden kann. Es stehen 36 Klingeltöne, eine Lautstärkeregelung von 0–110 dB sowie ein LED-Blitzsignal für lautlosen Betrieb zur Verfügung.
Stärken
Die Stärken liegen in der dreifachen Senderausstattung, der flexiblen Platzierung, der 180-m-Reichweite, der wasserdichten Bauweise, der einfachen Bedienung und der Auswahl an Klingeltönen. Das System lässt sich als Halskette, tragbare Einheit oder feste Wandlösung nutzen und deckt dadurch mehrere Aufenthaltsbereiche zuverlässig ab.
Schwächen
Die Einrichtung basiert vollständig auf klassischer Funktechnik, ohne App-Anbindung, GPS, Sturzerkennung oder Smart-Home-Integration. Der Einsatzbereich bleibt daher auf den Wohnraum, das Haus und angrenzende Außenbereiche begrenzt.
Geeignet für
Geeignet ist das System für Familien, Angehörige und pflegebedürftige Personen, die mehrere Rufstellen im Wohnumfeld benötigen. Besonders sinnvoll ist es für größere Wohnungen, Häuser oder Haushalte mit mehreren Aufenthaltsräumen, in denen Sender an verschiedenen Punkten wie Bad, Bett, Küche oder Flur gleichzeitig erreichbar sein sollen.
Praxis-Einordnung
In der Praxis zeigt das System seine Stärken überall dort, wo sich der Alltag über mehrere Räume verteilt und eine durchgehende Erreichbarkeit erforderlich ist. Die Verteilung auf drei Sender ermöglicht eine strategische Absicherung an typischen Risikopunkten wie Bad, Schlafzimmer oder Küche. Die 180-m-Reichweite reicht für typische Wohnsituationen gut aus und deckt auch Übergangsbereiche, Terrassen oder Hofzonen ab. Die wasserdichte Ausführung ist besonders relevant, weil gerade in Feuchtbereichen viele Notfälle auftreten. Insgesamt entsteht eine robuste, alltagstaugliche und bereichsübergreifende Notruflösung für Haushalte mit mehreren Aufenthaltsorten.

Daytech Notrufsystem – 3 Sender & 2 Empfänger mit 150-m-Funkreichweite
Das Daytech Notrufsystem umfasst drei kompakte Sender und zwei batteriebetriebene Empfänger, die flexibel im Wohnbereich eingesetzt werden können. Die Sender sind klein, tragbar und können per Tasche, Lanyard, Rollstuhlhalterung oder Klebepad befestigt werden. Laut Hersteller liegt die Funkreichweite bei 150 m im Freien und etwa 100 m im Innenbereich, abhängig von Wänden, Decken und baulichen Strukturen. Die Sender sind wassergeschützt, wodurch der Einsatz im Bad, beim Händewaschen oder in feuchten Bereichen möglich ist. Die Empfänger bieten vier Lautstärkestufen von 0–110 dB, einen LED-Signalmodus für lautlosen Betrieb und 52 Klingeltöne. Alle Komponenten sind vorkonfiguriert und arbeiten im Plug-and-Play-Modus.
Stärken
Die Stärken liegen in den drei flexibel platzierbaren Sendern, der soliden Reichweite, der wassergeschützten Bauweise, der anpassbaren Lautstärke, dem LED-Blitzmodus und der Möglichkeit, das System am Körper, am Rollstuhl oder an festen Punkten im Haushalt zu befestigen. Dadurch bleibt ein Notruf aus Bereichen wie Schlafzimmer, Bad, Küche oder Wohnraum zuverlässig erreichbar.
Schwächen
Das System besitzt keine App-Integration, keine GPS-Ortung, keine Sturzerkennung und keine Smartphone-Anbindung. Die Reichweite hängt deutlich von der Gebäudegeometrie ab und ist technisch auf klassische Haus-Funktechnik beschränkt.
Geeignet für
Geeignet ist das Set für pflegende Angehörige, ältere Menschen, Patienten und Personen mit eingeschränkter Mobilität, die mehrere Rufstellen im Wohnumfeld benötigen. Besonders sinnvoll ist es für Wohnungen, Mehrzimmerhaushalte und Häuser, in denen feste Rufpunkte an Bad, Bett, Küche, Flur oder Türbereichen eingerichtet werden sollen.
Praxis-Einordnung
In der Praxis zeigt das System seine Vorteile überall dort, wo mehrere Räume regelmäßig genutzt werden und eine durchgehende Erreichbarkeit wichtig ist. Die drei Sender ermöglichen eine gleichzeitige Absicherung typischer Risikobereiche wie Bad, Schlafzimmer, Küche oder Übergangsflächen. Die Reichweite von 100–150 m ist für typische Wohnsituationen ausreichend, verliert jedoch bei dicken Wänden oder weitläufigen Häusern an Leistung. Die wassergeschützte Bauweise macht das System besonders zuverlässig in Feuchtzonen, in denen viele Unfälle auftreten. Insgesamt entsteht eine robuste, alltagstaugliche und einfach installierbare Lösung für Haushalte, die mehrere konstante Signalpunkte benötigen, ohne App- oder Cloudfunktionen einzusetzen.
Smarte Notrufsysteme mit App-Anbindung

Daytech Smart-Notrufsystem – WiFi-Empfänger, Tuya-App, Notrufarmband & Ruftaste
Das Daytech Smart-Notrufsystem kombiniert einen WiFi-Empfänger, ein Notrufarmband und eine zusätzliche Ruftaste. Alle Komponenten werden über die Tuya-App mit dem Smartphone der Angehörigen verbunden. Wird der Notrufknopf ausgelöst, erscheint das Signal sowohl im Haus am Empfänger als auch unmittelbar auf dem Smartphone – unabhängig vom Aufenthaltsort, solange das Telefon eine WLAN-Verbindung hat.
Das Armband besitzt eine Batteriestandsanzeige, die per LED und zusätzlich als App-Hinweis auf niedrige Akkukapazität aufmerksam macht. Das System ist erweiterbar und lässt sich um zusätzliche Empfänger, Ruftasten oder Sensoren ergänzen, die zentral in der App verwaltet werden. Über die App können Klingeltöne, Lautstärke, LED-Signale und weitere Parameter individuell angepasst werden. Mehrere Angehörige können gleichzeitig eingebunden werden, da die App-Benachrichtigungen an mehrere Nutzer gesendet werden können.
Stärken
Die Stärken liegen in der direkten Smartphone-Anbindung, der gleichzeitigen Alarmierung über Empfänger und App, der Akkustandsüberwachung, der System-Erweiterbarkeit und der Möglichkeit, mehrere Angehörige in die Alarmkette einzubinden. Dadurch erweitert das System den Einsatzbereich deutlich über den häuslichen Raum hinaus.
Schwächen
Für App-Benachrichtigungen ist zwingend eine WLAN-Verbindung erforderlich. Funktionen wie GPS-Ortung, automatische Sturzerkennung oder erweiterte Smart-Home-Integrationen fehlen. Je nach App-Einstellung können SMS- oder Anrufkosten entstehen.
Geeignet für
Geeignet ist das Modell für Angehörige, die eine App-basierte Lösung wünschen, um Notrufe auch außerhalb des Hauses zu empfangen. Besonders sinnvoll ist es für Eltern, Großeltern oder pflegebedürftige Personen, die eine Kombination aus Hausnotruf und Smartphone-Alarm benötigen.
Praxis-Einordnung
In der Praxis zeigt das System klare Vorteile überall dort, wo Angehörige im Alltag unterwegs sind – etwa im Beruf, im Auto oder in anderen Räumen – und dennoch permanent erreichbar bleiben müssen. Die doppelte Alarmierung sorgt für redundante Sicherheit: Zu Hause akustisch über den Empfänger, unterwegs über die App. Die Akkustandswarnung verhindert, dass das Armband unbemerkt leerläuft. Besonders nützlich ist die Lösung in Familien, in denen mehrere Personen die Betreuung übernehmen, weil alle zeitgleich benachrichtigt werden. Dadurch entsteht eine flexible, reichweitenunabhängige und digital angebundene Lösung für moderne Betreuungssituationen.

Daytech Notrufsystem – Sender, Empfänger & tragbares SOS-Armband für den häuslichen Einsatz
Das Daytech Notrufsystem besteht aus einem Empfänger, einer Ruftaste und einem tragbaren SOS-Armband. Es richtet sich an ältere oder pflegebedürftige Personen, die im Alltag eine einfache, direkte und niederschwellige Alarmmöglichkeit benötigen. Ein Knopfdruck auf den Sender oder das Armband löst unmittelbar ein Signal am Empfänger aus. Die Bedienung bleibt bewusst schlicht, damit der Alarm auch in Stresssituationen zuverlässig ausgelöst werden kann.
Mit einer Funkreichweite von bis zu 30 m ist das System klar auf den häuslichen Bereich ausgelegt. Zur Verfügung stehen 55 Klingeltöne und fünf Lautstärken zwischen 0 und 110 dB. Der Sender ist spritzwassergeschützt und kann am Bett, im Bad oder an anderen festen Punkten positioniert werden. Armband und Ruftaste dürfen laut Hersteller nicht vollständig unter Wasser getaucht werden. Das System ist zudem erweiterbar und kann um zusätzliche Sender oder Empfänger ergänzt werden.
Stärken
Die Stärken liegen in der einfachen Bedienbarkeit, der tragbaren SOS-Funktion über das Armband, der Auswahl an Klingeltönen, der regelbaren Lautstärke und der Möglichkeit, das System auf mehrere Räume zu erweitern. Der Fokus auf Privatsphäre, Selbstbestimmung und eine unkomplizierte Alarmierung erleichtert die Nutzung im direkten Wohnumfeld.
Schwächen
Es gibt keine Sturzerkennung, keine GPS-Ortung, keine App-Anbindung und keine Smartphone-Benachrichtigungen. Die Reichweite ist im Vergleich zu größeren Funksystemen begrenzt, und der Spritzwasserschutz eignet sich nicht für dauerhaft feuchte Bereiche.
Geeignet für
Geeignet ist das System für Angehörige, die eine schlichte, tragbare und erweiterbare Notruflösung im unmittelbaren Wohnumfeld benötigen. Besonders sinnvoll ist es für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder für Situationen, in denen eine direkte Alarmmöglichkeit ohne technische Anforderungen wichtig ist.
Praxis-Einordnung
In der Praxis funktioniert das System besonders gut in kleinen Wohnungen, barrierearmen Räumen oder bei Personen, die sich überwiegend in festen Bereichen wie Schlafzimmer, Bad, Wohnraum oder Flur aufhalten. Die Kombination aus Armband-SOS, fester Ruftaste und lokalem Empfänger sorgt für klare Signalwege ohne Abhängigkeit von WLAN, Smartphones oder Cloud-Diensten.
Durch die Erweiterbarkeit lässt sich das System an verschiedene Wohnsituationen anpassen und bietet eine einfach gehaltene, unaufdringliche und zuverlässige Notruflösung im direkten häuslichen Umfeld.
High-End-Notrufarmbänder mit Sturzerkennung & GPS

Beurer Gardia – Notrufarmband mit automatischer Sturzerkennung & Mobilfunkanbindung
Das Beurer Gardia Notrufarmband kombiniert ein tragbares SOS-Armband, eine integrierte Mobilfunkverbindung und eine App-basierte Verwaltung der Notfallkontakte. Es ist für Personen gedacht, die unterwegs und zu Hause eine durchgehende Notrufabsicherung benötigen. Wird die SOS-Taste ausgelöst, alarmiert das System laut Hersteller entweder die 24/7-Notrufzentrale oder die hinterlegten Kontakte – ohne zusätzliche Geräte oder Basisstationen.
Eine zentrale Funktion ist die automatische Sturzerkennung. Erkennt das Gerät einen Sturz, wird der Notruf selbstständig ausgelöst. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 21 Tage, was den Einsatz über längere Zeiträume ermöglicht. Da das Armband über ein eigenes Mobilfunkmodul verfügt, ist kein WLAN und kein Festnetz notwendig. Die IP67-Schutzklasse erlaubt die Nutzung in feuchten Umgebungen wie Bad oder Dusche.
Der Betrieb erfolgt über ein Servicepaket, das die Notrufzentrale, eine Schlüsselhinterlegung und die Verwaltung der Notfallkontakte einschließt. Die Nutzung ist an ein Abo-Modell gebunden, das in vielen Fällen über den Pflegegrad durch die Pflegekasse erstattungsfähig sein kann.
Stärken
Die Stärken liegen in der automatischen Sturzerkennung, der direkten Verbindung zu einer Notrufzentrale, dem unabhängigen Mobilfunkbetrieb, der langen Akkulaufzeit, der IP67-Wasserfestigkeit sowie der Möglichkeit, das Gerät ohne WLAN oder Basisstation zu nutzen. Die potenzielle Kostenübernahme durch die Pflegekasse kann ein weiterer relevanter Punkt sein.Für mehr Stabilität im Alltag findest du in meinen Ratgebern zu Gehhilfen und Rollatoren weitere Möglichkeiten, das Sturzrisiko beim Gehen oder Aufstehen deutlich zu reduzieren.
Schwächen
Zu den Schwächen gehören das verpflichtende Abo-Modell, die je nach Tarif eingeschränkten Funktionen wie GPS oder erweiterte App-Steuerung sowie die Tatsache, dass das Gerät trotz hoher Schutzklasse nicht vollständig untergetaucht werden sollte.
Geeignet für
Geeignet ist das Modell für Personen mit Sturzrisiko, für alleinlebende Senioren oder für Menschen mit chronischen Erkrankungen, bei denen eine ständige Erreichbarkeit wichtig ist. Es richtet sich auch an Angehörige, die eine 24/7-Überwachung und eine standortunabhängige Alarmierung benötigen – unabhängig von WLAN, Smartphone oder einer Basisstation.
Praxis-Einordnung
In der Praxis eignet sich das Beurer-System für Situationen, in denen sowohl zu Hause als auch unterwegs eine durchgehende Notrufabsicherung erforderlich ist. Die Kombination aus Sturzerkennung, Mobilfunkanbindung und direkter Weiterleitung an eine Notrufzentrale ermöglicht eine kontinuierliche Reaktionsfähigkeit. Das Gerät ist besonders für Personen relevant, die aktiv sind, sich regelmäßig außerhalb des Hauses bewegen oder bei denen gesundheitliche Einschränkungen eine schnelle Alarmierung notwendig machen.

Tellimed Carino 4G – GPS-Notrufarmband mit Telefonfunktion & SIM-Slot
Das Tellimed Carino 4G Notrufarmband arbeitet als autarkes Notruf- und Ortungsgerät, das ohne Abo genutzt werden kann. Es richtet sich an Personen, die eine standortunabhängige Notruflösung benötigen – ohne WLAN, ohne Basisstation und ohne zusätzliche Infrastruktur. Das System kombiniert 4G-Mobilfunk, GPS-Ortung, Telefonfunktion, Lautsprecher, Mikrofon und einen Nano-SIM-Slot in einem eigenständigen Gerät.
Wird die SOS-Taste für ca. drei Sekunden gedrückt, ruft das Armband laut Hersteller die hinterlegten Notfallkontakte nacheinander an und sendet zusätzlich die GPS-Position per SMS. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu sieben Tage und wird durch eine Batteriestandswarnung ergänzt. Die IPX6-Schutzklasse erlaubt die Nutzung bei Regen, beim Händewaschen oder in feuchten Alltagsbereichen.
Die GPS-Funktion kann ein- oder ausgeschaltet werden, je nach gewünschter Nutzung. Zusätzlich wird ein kostenloser Einrichtungsservice angeboten, bei dem das Gerät vorkonfiguriert wird.
Stärken
Die Stärken liegen in der GPS-Ortung, der Telefonfunktion, dem unabhängigen 4G-Betrieb, der Abo-freien Nutzung, dem automatischen Anwählen mehrerer SOS-Kontakte, der SMS-Positionsübertragung, der langen Akkulaufzeit, dem Nano-SIM-Slot und der IPX6-Wasserfestigkeit. Der optionale Einrichtungsservice erleichtert den Start.
Schwächen
Schwächen sind die notwendige eigene Nano-SIM-Karte, die fehlende Ortungsübertragung ohne aktiviertes GPS, die nicht vorhandene App-Anbindung, das Fehlen erweiterter Smart-Home-Funktionen sowie die auf Spritzwasserschutz begrenzte Wasserdichtigkeit.
Geeignet für
Geeignet ist das Modell für Personen, die eine telefonbasierte SOS-Funktion mit GPS-Position benötigen – etwa Senioren, alleinlebende Erwachsene oder Menschen mit gesundheitlichen Risiken. Die Lösung richtet sich auch an Angehörige, die eine Abo-freie, WLAN-unabhängige und mobil nutzbare Notrufoption wünschen.
Praxis-Einordnung
In der Praxis eignet sich das Gerät für alle Situationen, in denen eine ortsunabhängige Alarmierung wichtig ist. Der Betrieb über 4G ermöglicht die Nutzung im Haus, im Garten, beim Spazierengehen oder unterwegs – überall dort, wo Mobilfunkempfang besteht. Die Kombination aus Telefonfunktion, GPS und direkter Kontaktalarmierung unterstützt Situationen, in denen Erreichbarkeit, Flexibilität und Unabhängigkeit im Vordergrund stehen.
Fazit – Warum ein Notrufsystem im privaten Umfeld wichtig ist
Notrufsysteme erfüllen im häuslichen Umfeld eine zentrale Aufgabe: Sicherheit, Erreichbarkeit und schnelle Reaktion im Ernstfall. Viele Risiken entstehen im Alltag unerwartet – beim Gehen, im Bad, beim Aufstehen oder durch gesundheitliche Einschränkungen. Ein funktionales System sorgt dafür, dass ein Hilferuf sofort ausgelöst und zuverlässig weitergeleitet wird.
Ein Notrufknopf, ein tragbares Armband oder ein smartes System ersetzt keine persönliche Betreuung, schafft aber verlässliche Unterstützung, wenn Angehörige nicht anwesend sind. Für Familien bedeutet das Planbarkeit, weniger Unsicherheit und eine klare Alarmstruktur. Für ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Personen ermöglicht es mehr Selbstständigkeit, Unabhängigkeit und eine klare Notfalllösung ohne komplizierte Bedienung.
Wesentliche Faktoren sind Zuverlässigkeit, einfache Handhabung, robuste Technik und – je nach Gerätetyp – Optionen wie Funkreichweite, Wasserschutz, App-Anbindung, GPS-Ortung oder Sturzerkennung. Entscheidend ist, dass das System den individuellen Wohn- und Alltagsbedingungen entspricht und im entscheidenden Moment sofort funktioniert.
Notrufsysteme unterstützen Situationen, in denen zusätzliche Absicherung sinnvoll ist: bei eingeschränkter Mobilität, bei gesundheitlichen Risiken oder in Haushalten, in denen Angehörige nicht permanent vor Ort sein können. Sie schaffen damit ein hohes Maß an Alltagstauglichkeit, Schutz und verlässlicher Alarmierung – sowohl für Nutzer als auch für Betreuer oder Familienmitglieder.

Autor: Jens K.
Gründer von BusinessVorsprung.de.
Jens K. schreibt hier über Technik, Alltagshilfen und Geräte aus verschiedenen Anwendungsbereichen.
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Zuletzt aktualisiert: 19.01.2026
FAQ – Häufige Fragen zu Notrufsystemen für Senioren
1. Wie zuverlässig sind Funk-Notrufknöpfe im Alltag?
Funk-Notrufsysteme gelten als zuverlässig, solange sie im vorgesehenen Reichweitenbereich genutzt werden. Herstellerangaben von 150–600 m beziehen sich auf offenes Gelände; in Wohnungen reduzieren Wände und Decken die Reichweite deutlich. Wichtig sind eine korrekte Platzierung der Empfänger und regelmäßige Funktionsprüfungen, damit der Hilferuf sicher übertragen wird.
2. Kann ein Notrufsystem ein Smartphone ersetzen?
Ein Notrufsystem ist im Alltag oft einfacher bedienbar als ein Smartphone, da nur ein Knopfdruck erforderlich ist. Systeme mit App-Anbindung ergänzen ein Smartphone sinnvoll, ersetzen es aber nicht vollständig. Sie sorgen hauptsächlich für eine direkte Alarmierung von Angehörigen oder Pflegepersonen.
3. Brauchen smarte Systeme zwingend WLAN?
Nur WiFi-basierte Notrufsysteme benötigen WLAN. Hochwertige Armbänder wie Beurer oder Tellimed arbeiten über 4G-Mobilfunk und funktionieren ohne WLAN oder Festnetz – auch außerhalb der Wohnung oder bei wechselnden Aufenthaltsorten.
4. Gibt es Notrufsysteme ohne Abo?
Ja. Viele klassische Funk-Notrufsysteme sowie einige GPS-Armbänder wie das Tellimed Carino 4G kommen ohne Abo aus. Systeme mit 24/7-Notrufzentrale (z. B. Beurer Gardia) erfordern dagegen ein Abo, da eine professionelle Notrufbearbeitung bereitgestellt wird.
5. Wie wichtig ist eine automatische Sturzerkennung?
Eine Sturzerkennung ist besonders relevant, wenn eine Person nach einem Sturz nicht mehr selbst drücken kann. Hochwertige Modelle lösen automatisch aus und senden den Notruf an Angehörige oder eine Notrufzentrale. Für Personen mit Sturzrisiko, Gleichgewichtsstörungen oder chronischen Erkrankungen ist das ein deutlicher Sicherheitsgewinn.
6. Können mehrere Angehörige gleichzeitig benachrichtigt werden?
Ja. Viele App-Systeme ermöglichen das Einrichten von mehreren Empfängern. GPS- und SMS-basierte Notrufarmbänder können mehrere Kontakte nacheinander anrufen oder informieren, sodass die Erreichbarkeit insgesamt steigt.
7. Sind die Sender wasserdicht?
Der Wasserschutz hängt vom Modell ab:
Klassische Funksender: häufig spritzwassergeschützt (Bad, Waschraum).
Hochwertige Notrufarmbänder: IP67 oder IPX6 (Schutz vor Wasser, Regen, feuchten Bereichen).
Für Einsatzbereiche wie Dusche, Bad oder feuchte Umgebungen ist die jeweilige Schutzklasse entscheidend.
8. Wie oft müssen Batterien oder Akkus geladen werden?
Funk-Sender nutzen meist Knopfzellen mit Laufzeiten von mehreren Monaten.
Smarte Armbänder haben Akkulaufzeiten von einer Woche bis drei Wochen, abhängig von GPS-Aktivität, Signalstärke und Einstellungen.
Wichtig ist eine regelmäßige Akkukontrolle, damit das Gerät jederzeit einsatzbereit bleibt.

