SeniorenAlltagshilfen

Kompressionsstrümpfe anziehen: Welche Anziehhilfen dafür vorgesehen sind

Kompressionsstrümpfe erfüllen eine medizinische Funktion und stellen beim Anziehen deutlich höhere Anforderungen als normale Alltagssocken. Das Material ist sehr eng, übt gezielt Druck auf Fuß und Bein aus und muss gleichmäßig positioniert werden, damit die gewünschte Wirkung erhalten bleibt. Genau hier entstehen im Alltag häufig Schwierigkeiten.

Viele Betroffene stellen schnell fest, dass sich Kompressionsstrümpfe nicht ohne Weiteres anziehen lassen – insbesondere dann, wenn Handkraft, Beweglichkeit oder Standsicherheit eingeschränkt sind. Herkömmliche Hilfsmittel oder improvisierte Lösungen stoßen dabei meist an klare Grenzen.

Wichtig ist deshalb eine saubere Abgrenzung: Einfache Sockenanziehhilfen, wie sie für normale Socken genutzt werden, sind für Kompressionsstrümpfe nicht geeignet. Sie sind konstruktiv nicht darauf ausgelegt, die nötige Spannung aufzunehmen oder den Strumpf kontrolliert in Position zu bringen.

Dieser Ratgeber konzentriert sich bewusst auf Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe. Er erklärt, warum spezielle Hilfsmittel erforderlich sind, welche Bauarten es gibt und für wen sie im Alltag sinnvoll sein können – ohne Produktversprechen und ohne pauschale Lösungen.

Dieser Beitrag ist Teil der Übersicht „Alltagshilfen für Senioren – verständliche Orientierung für Wohnung, Bad und Mobilität“, in der verschiedene Alltagshilfen thematisch eingeordnet und zusammengeführt werden.


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Warum Kompressionsstrümpfe besondere Anforderungen stellen

Kompressionsstrümpfe sind kein normales Kleidungsstück, sondern ein medizinisches Hilfsmittel. Ihre Wirkung beruht darauf, dass sie definierten Druck auf Fuß, Knöchel und Bein ausüben. Dieser Druck ist nicht zufällig, sondern gezielt abgestuft und auf den jeweiligen Einsatz abgestimmt.

Damit diese Wirkung erhalten bleibt, müssen Kompressionsstrümpfe eng und gleichmäßig anliegen. Schon kleine Fehler beim Anziehen – etwa Verdrehen, ungleiche Zugkräfte oder Faltenbildung – können dazu führen, dass der Strumpf nicht korrekt sitzt und seine Funktion eingeschränkt wird.

Im Gegensatz zu normalen Socken lässt sich das Material nicht einfach „hochziehen“. Der Widerstand ist deutlich höher, das Gewebe weniger nachgiebig. Das Anziehen erfordert daher Kraft, Koordination und eine kontrollierte Führung des Strumpfs über Fuß und Bein.

Gerade im Alltag zeigt sich hier ein zentrales Problem: Viele Menschen, die Kompressionsstrümpfe tragen sollen, haben gleichzeitig eingeschränkte Handkraft, Probleme mit der Beweglichkeit oder Unsicherheit beim Stehen. Genau diese Kombination macht das selbstständige Anziehen schwierig.

Aus diesem Grund sind für Kompressionsstrümpfe spezielle Anziehhilfen notwendig, die auf die höheren Zugkräfte und die kontrollierte Führung des Materials ausgelegt sind. Einfache Hilfsmittel aus dem Alltag reichen dafür nicht aus.


Warum normale Sockenanziehhilfen hier nicht funktionieren

Normale Sockenanziehhilfen sind für das Anziehen weicher, dehnbarer Alltagssocken konzipiert. Sie arbeiten mit flexiblen Materialien, leichten Führungen und vergleichsweise geringer Zugkraft. Dieses Konzept stößt bei Kompressionsstrümpfen schnell an seine Grenzen.

Das Material von Kompressionsstrümpfen ist deutlich fester und übt beim Anziehen einen hohen Widerstand aus. Einfache Anziehhilfen können diese Kräfte weder aufnehmen noch kontrolliert weiterleiten. In der Praxis rutschen die Strümpfe, verdrehen sich oder lassen sich nur mit erheblichem Kraftaufwand bewegen.

Hinzu kommt, dass Kompressionsstrümpfe gleichmäßig über Fuß und Bein verteilt werden müssen. Normale Sockenanziehhilfen bieten dafür keine stabile Führung. Der Strumpf wird punktuell gezogen, statt flächig geführt, was Faltenbildung und Fehlpositionierung begünstigt.

Ein weiteres Problem ist die Belastung der Hände. Bei ungeeigneten Hilfsmitteln müssen die nötigen Zugkräfte direkt mit den Fingern aufgebracht werden. Das kann bei eingeschränkter Handkraft oder bei Erkrankungen wie Arthrose oder Rheuma schnell zu Schmerzen oder Überlastung führen.

Aus diesen Gründen sind einfache Sockenanziehhilfen für Kompressionsstrümpfe nicht geeignet. Sie erfüllen einen anderen Zweck und sind konstruktiv nicht auf die Anforderungen medizinischer Kompression ausgelegt.

eine Wärmebildmessung zweier Beine

Welche Arten von Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe es gibt

Für Kompressionsstrümpfe existieren spezielle Anziehhilfen, die auf die höheren Zugkräfte und die kontrollierte Führung des Materials ausgelegt sind. Sie unterscheiden sich deutlich von einfachen Alltagshilfen und sind auf unterschiedliche körperliche Voraussetzungen abgestimmt.

Mechanische Anziehhilfen

Mechanische Anziehhilfen arbeiten mit stabilen Griffen oder Hebelmechanismen, um den Kraftaufwand beim Anziehen zu reduzieren. Der Strumpf wird geführt und gleichmäßig über den Fuß gezogen, ohne dass ausschließlich die Handkraft entscheidend ist.

Diese Bauart wird häufig genutzt, wenn zwar Beweglichkeit vorhanden, die nötige Kraft in Händen oder Fingern aber eingeschränkt ist. Voraussetzung ist, dass der Fuß selbstständig positioniert werden kann.

Gestellbasierte Anziehhilfen

Gestellbasierte Modelle bestehen aus einem stabilen Rahmen, über den der Kompressionsstrumpf vorbereitet wird. Der Fuß wird anschließend in das Gestell gesetzt, während der Strumpf kontrolliert über Fuß und Bein gezogen wird.

Diese Anziehhilfen sind besonders darauf ausgelegt, den Zug gleichmäßig zu verteilen und das Material nicht punktuell zu belasten. Sie benötigen in der Regel mehr Platz und etwas Vorbereitung, ermöglichen aber ein strukturiertes Vorgehen.

Gleit- und Zuglösungen

Gleit- und Zuglösungen nutzen gleitfähige Materialien oder Zughilfen, um den Reibungswiderstand zwischen Strumpf und Haut zu verringern. Sie werden häufig ergänzend eingesetzt und setzen voraus, dass eine gewisse Handhabungssicherheit vorhanden ist.

Diese Lösungen ersetzen keine stabile Anziehhilfe, können aber in bestimmten Situationen unterstützen, etwa wenn das Material besonders fest ist oder die Haut empfindlich reagiert.


Für wen spezielle Anziehhilfen sinnvoll sind

Spezielle Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe sind vor allem für Menschen sinnvoll, die ihre Strümpfe grundsätzlich selbst anziehen möchten, dabei aber an konkrete körperliche Grenzen stoßen. Das betrifft häufig nicht die Beweglichkeit allein, sondern eine Kombination aus mehreren Faktoren.

Ein zentraler Punkt ist die Handkraft. Viele Betroffene können den erforderlichen Zug beim Anziehen eines Kompressionsstrumpfs nicht dauerhaft oder gleichmäßig aufbringen. Spezielle Anziehhilfen übernehmen hier einen Teil der Kraftübertragung und entlasten Finger, Hände und Handgelenke.

Auch bei eingeschränkter Beweglichkeit im Rücken, in Hüfte oder Knien können solche Hilfsmittel sinnvoll sein. Sie ermöglichen ein strukturierteres Vorgehen, bei dem tiefes Bücken oder ungünstige Körperhaltungen reduziert werden. Voraussetzung ist, dass der Fuß noch selbstständig positioniert werden kann.

Darüber hinaus profitieren Menschen, die sich beim Stehen unsicher fühlen oder das Anziehen lieber im Sitzen durchführen. Bestimmte Anziehhilfen sind darauf ausgelegt, den Ablauf kontrolliert und schrittweise zu gestalten, ohne hastige Bewegungen.

Wichtig ist eine ehrliche Einschätzung: Spezielle Anziehhilfen können Unterstützung bieten, ersetzen aber keine vollständige Hand- oder Bewegungsfunktion. Ihr Nutzen liegt darin, vorhandene Fähigkeiten besser nutzbar zu machen, nicht darin, Einschränkungen vollständig auszugleichen.

ein Neonwerbeschild auf dem "Super Helpful" steht

Für wen auch diese Hilfsmittel an Grenzen stoßen

Auch spezielle Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe sind keine Lösung für jede Situation. Sie setzen voraus, dass bestimmte Grundfunktionen weiterhin vorhanden sind und stoßen dort an Grenzen, wo diese fehlen.

Problematisch wird der Einsatz vor allem dann, wenn der Fuß nicht selbstständig geführt oder stabil positioniert werden kann. In solchen Fällen lässt sich auch mit Hilfsmittel kein kontrollierter Anziehvorgang gewährleisten. Gleiches gilt bei stark eingeschränkter Koordination oder ausgeprägten Bewegungseinschränkungen.

Eine weitere Grenze betrifft die Hand- und Armfunktion. Zwar reduzieren viele Anziehhilfen den Kraftaufwand, sie erfordern aber dennoch gezielte Bewegungen, Greifen und Halten. Bei schweren Einschränkungen, etwa durch neurologische Erkrankungen oder fortgeschrittene Gelenkprobleme, kann das nicht ausreichend sein.

Auch die körperliche Gesamtsituation spielt eine Rolle. Menschen, die beim Sitzen oder Stehen keine ausreichende Stabilität haben oder schnell ermüden, können mit der Nutzung überfordert sein – selbst wenn das Hilfsmittel technisch geeignet wäre.

In solchen Fällen ist es wichtig, die eigene Situation realistisch einzuschätzen. Dann stehen andere Unterstützungsformen im Vordergrund, etwa Hilfe durch Angehörige, Pflegepersonal oder alternative Versorgungsansätze.


Typische Vertreter von Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe

Einordnung vorab: Gestellbasierte Anziehhilfen im Alltag

Die hier vorgestellten Anziehhilfen gehören alle zur Gruppe der gestellbasierten Anziehhilfen. Diese Bauart ist im Bereich der Kompressionsstrümpfe weit verbreitet, da sie das Material stabil führt und den benötigten Zug gleichmäßig verteilt.

Unabhängig vom konkreten Modell folgt der Ablauf stets einem ähnlichen Prinzip:
Der Kompressionsstrumpf wird vorab über das Gestell gezogen, der Fuß anschließend in die Öffnung geführt und der Strumpf kontrolliert über Fuß und Bein positioniert. Dadurch wird verhindert, dass das Material punktuell gezogen oder verdreht wird.

Die Unterschiede zwischen einzelnen Modellen liegen meist in Größe, Form des Gestells, Breite der Auflage oder Ergonomie der Griffe. Im praktischen Einsatz führen diese Abweichungen jedoch selten zu grundlegend unterschiedlichen Ergebnissen. Entscheidend ist weniger das Detail, sondern ob eine gestellbasierte Lösung grundsätzlich zur eigenen körperlichen Situation passt.

Die folgenden fünf Produkte stehen daher stellvertretend für diese Bauart und zeigen typische Ausführungen, wie sie im Handel angeboten werden.


ein Modellbeispiel einer Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe aus Plaste

Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe – Modellbeispiel 1

Diese gestellbasierte Anziehhilfe nutzt einen stabilen Rahmen zur Vorbereitung des Kompressionsstrumpfs. Der Anziehvorgang erfolgt geführt und gleichmäßig, ohne dass hohe Zugkräfte direkt mit den Händen aufgebracht werden müssen.


ein Modellbeispiel einer Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe mit einem Metallgestell

Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe – Modellbeispiel 2

Das Modell basiert ebenfalls auf einem festen Gestell, über das der Strumpf vor dem Anziehen positioniert wird. Die Handhabung folgt dem üblichen Ablauf gestellbasierter Anziehhilfen und ist auf kontrolliertes Anziehen ausgelegt.


ein Modellbeispiel einer Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe ebenfalls mit einem Metallgestell

Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe – Modellbeispiel 3

Diese Anziehhilfe verwendet eine vergleichbare Gestellkonstruktion zur gleichmäßigen Führung des Strumpfmaterials. Ziel ist eine strukturierte Unterstützung beim Anziehen medizinischer Kompressionsstrümpfe.


ein Modellbeispiel einer Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe mit zwei Griffen in schwarz

Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe – Modellbeispiel 4

Auch dieses Produkt gehört zur Kategorie der gestellbasierten Anziehhilfen. Der Strumpf wird vorbereitet über den Rahmen gezogen und anschließend schrittweise über Fuß und Bein geführt.


ein höherpreisiges Modell in schwarz-grün

Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe – Modellbeispiel 5

Das höherpreisliche Modell folgt dem gleichen Grundprinzip eines stabilen Gestells zur Unterstützung beim Anziehen. Aufbau und Nutzung orientieren sich an den gängigen Anforderungen für Kompressionsstrümpfe.


Häufige Fehler beim Anziehen von Kompressionsstrümpfen

Ein häufiger Fehler ist, den Kompressionsstrumpf zu hastig anzuziehen. Durch schnelles Ziehen oder ruckartige Bewegungen kann sich das Material verdrehen oder ungleichmäßig verteilen, was den Sitz und die Wirkung beeinträchtigt.

Ebenfalls problematisch ist das punktuelle Ziehen am oberen Rand des Strumpfs. Kompressionsstrümpfe sind darauf ausgelegt, flächig geführt zu werden. Wird nur an einzelnen Stellen gezogen, entstehen leicht Falten oder Spannungsunterschiede.

Viele Schwierigkeiten entstehen auch durch eine unzureichende Vorbereitung. Wird der Strumpf nicht sauber über das Gestell oder die Anziehhilfe gezogen, kann der Fuß später nur schwer korrekt positioniert werden. Ein strukturierter Ablauf ist hier entscheidend.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die Überschätzung der eigenen Kraft. Wer versucht, den Strumpf ohne geeignete Hilfsmittel oder mit ungeeigneten Anziehhilfen anzuziehen, riskiert nicht nur Frust, sondern auch unnötige Belastung der Hände und Gelenke.

Schließlich wird oft unterschätzt, wie wichtig ein ruhiger, stabiler Stand oder Sitz ist. Unsicherheit in der Körperhaltung erschwert den gesamten Vorgang und erhöht das Risiko, den Strumpf falsch anzuziehen.


Fazit

Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe sind speziell entwickelte Hilfsmittel, die auf die hohen Anforderungen dieses medizinischen Versorgungsbereichs abgestimmt sind. Sie unterstützen dabei, den Strumpf gleichmäßig, kontrolliert und ohne übermäßige Belastung der Hände anzuziehen. Damit unterscheiden sie sich grundlegend von einfachen Alltagshilfen.

Ihr Einsatz ist vor allem dann sinnvoll, wenn Handkraft, Beweglichkeit oder Standsicherheit eingeschränkt sind, die Strümpfe aber weiterhin selbstständig angezogen werden sollen. Gleichzeitig gilt: Auch diese Hilfsmittel haben klare Grenzen. Sie ersetzen weder Beweglichkeit noch Unterstützung im Pflegefall, sondern helfen, vorhandene Fähigkeiten besser zu nutzen.

Gestellbasierte Anziehhilfen stellen dabei eine verbreitete und strukturierte Lösung dar, da sie das Material führen und den erforderlichen Zug gleichmäßig verteilen. Unterschiede zwischen einzelnen Modellen sind im Alltag meist zweitrangig gegenüber der Frage, ob diese Bauart grundsätzlich zur eigenen Situation passt.

Wer neben dem Anziehen von Kompressionsstrümpfen auch Schwierigkeiten beim Aufheben oder Erreichen von Gegenständen hat, kann ergänzend auf andere einfache Alltagshilfen zurückgreifen. Auf unserer Website gibt es dazu einen eigenen Überblick zu Greifzangen für Senioren, in dem mehrere gängige Modelle sachlich eingeordnet werden.

Autor Jens K.

Autor: Jens K.

Gründer von BusinessVorsprung.de. Jens K. schreibt hier über Technik, Alltagshilfen und Geräte aus verschiedenen Anwendungsbereichen.
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Zuletzt aktualisiert: 19.01.2026


Häufige Fragen zu Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe

1. Gibt es Unterschiede je nach Kompressionsklasse?

Ja. Mit steigender Kompressionsklasse nimmt der Widerstand des Materials zu. Anziehhilfen, die bei niedrigen Klassen ausreichen, können bei höheren Klassen an ihre Grenzen stoßen. Die grundsätzliche Bauart bleibt gleich, der Kraftbedarf verändert sich jedoch.

2. Können Anziehhilfen auch bei offenen oder empfindlichen Hautstellen genutzt werden?

Das hängt von der individuellen Situation ab. Bei empfindlicher oder vorgeschädigter Haut ist besondere Vorsicht geboten, da falsche Zugpunkte oder Reibung Probleme verursachen können. In solchen Fällen sollte die Nutzung sorgfältig geprüft werden.

3. Ist das Anziehen im Sitzen oder Stehen besser?

Viele Menschen empfinden das Anziehen im Sitzen als stabiler und kontrollierter. Entscheidend ist weniger die Position als eine ruhige, sichere Körperhaltung, die ein gleichmäßiges Vorgehen erlaubt.

4. Müssen Anziehhilfen an die Beinlänge angepasst werden?

Die meisten gestellbasierten Anziehhilfen sind für unterschiedliche Beinlängen ausgelegt. Wichtig ist, dass der Strumpf vollständig vorbereitet werden kann und ausreichend Platz für Fuß und Bein vorhanden ist.

5. Kann eine Anziehhilfe auch bei einseitigen Einschränkungen genutzt werden?

Ja, viele Hilfsmittel lassen sich auch bei einseitiger Einschränkung einsetzen. Voraussetzung ist, dass zumindest eine Hand die nötigen Bewegungen zum Führen oder Stabilisieren ausführen kann.

6. Ersetzt eine Anziehhilfe langfristig fremde Unterstützung?

Nein. Anziehhilfen können die Selbstständigkeit unterstützen, ersetzen aber keine Hilfe, wenn Beweglichkeit, Kraft oder Koordination dauerhaft stark eingeschränkt sind. Sie sind als unterstützendes Hilfsmittel gedacht, nicht als vollständiger Ersatz.